Der Soester Babyflug oder der Soester Babyfluch?

Der Soester Babyflug oder der Soester Babyfluch?

Machen Babys glücklich?

Wer kennt ihn nicht? Ewald Stippich’s Babyflug auf dem Marktplatz.

Generationen von Soester Kindern haben seit 1968 in ihm den „Kirmesflugschein“ gemacht. Entweder geschützt in einer der sechs Weltraumkapseln oder, schon etwas mutiger, in einem der Flugzeuge. Mit dem Hebel konnte man in den Kirmeshimmel aufsteigen. Kinder von damals ließen bereits die eigenen Kinder und Enkel ihre Runden drehen.

Im Laufe der Jahre wurde der Babyflug immer wieder dem Zeitgeschmack angepasst. Farben und Lichter änderten sich. Und die alten Flugzeuge wurden gegen neue, modernere und mit Soundeffekten versehene Modelle ausgetauscht.

Soestern*innen liegt die Assoziation von Babyflug zu Babyfluch nahe. Und das liegt nicht nur an der westfälischen Aussprache. Ein Fluch ist ein magischer Spruch, der Unglück bringt. Eine Rache. Eine Strafe. Das Gegenteil von Segen.

Kindersegen oder Babyfluch? Können Babys ein Fluch sein?

Heute vertritt man zumindest die Meinung, dass Babys und Kinder ihre Eltern nicht nur glücklich machen. Der Mythos vom puren Mutterglück - vor allem der 50/60er Jahre - wird heute relativiert.

Trotzdem wird der eigene Nachwuchs als sehr Sinn stiftend empfunden. Und der legendäre Sinn des Lebens ist ein ebenso erstrebenswertes Ziel des Menschen. 

Die Kirmesfreunde Soest e.V. zeigen hier ein Flugzeug der ersten Generation von 1968. Mit Fachwissen und Liebe zum Detail wurde das 48 Jahre alte Sammlerstück restauriert. Seit 2011 engagiert sich der Verein für die Bewahrung der Soester Kirmes als Kulturgut.  Weitere Informationen zum Verein der Kirmesfreunde Soest finden Sie unter www.kirmesfreunde-soest.de

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